Messer schärfen


Wetzstahl

Wetzstähle sind Messerschärfer für nur leicht stumpfe Messer. Mit einem Wetzstahl kann durch häufige Anwendung die ursprüngliche Schärfe eines Messers erhalten werden. Völlig stumpfe Messer können mit einem Wetzstahl jedoch nicht geschärft werden. Es gibt zwei verschiedne Arten von Wetzstählen: Glatte Wetzstähle, die nur den Grat eines Messers aufrichten und rauhe oder beschichtete Wetzstähle, die das Messer leicht schleifen.

Schleif- bzw. Abziehsteine

Ein Schleifstein ist ein meist länglicher, handteller- bis handgroßer Stein zum Schärfen von Klingen. Schleifsteine gibt es in unterschiedlichen Materialien für unterschiedliche Ziele, z.B. Harte Natursteine für weichere Stähle oder auch künstliche Nasssteine aus Korund (Hier ein paar Beispiele: Nass Schleifsteine) aus Siliziumkarbid (mit einem Bindematerial gebunden) zum schärfen von Hartstählen, wie z.B. Damast oder auch Keramiksteine zum schleifen der verschiedensten Materialien. Der Abziehstein wird für den Schliff und das Abziehen von Klingen aus Stahl verwendet. Beim Abziehen wird der Grat, der sich beim Schleifen bildet, entfernt.

Messerschärfe 

Kurzes zu "U" und "V" Schliff

V-Schliff bezeichnet die Form der Schneide bzw. Klingen, der U-Schliff, die Dicke der Schneide oder Klingenflanke.

Dünnschliff oder "Nagelgängig"

Damit ist die Eigenschaft gemeint, das eine Klinge sich, bei seitlichem Druck der Schneide auf einen Fingernagel, sichtbar biegt. Das gilt, je nach Güte dieses Vorgangs, als Beleg für Zähigkeit und Flexibilität. Gute Eigenschaften z. B. für ein Rasiermesser. Es aber auch viele Messer mit V-Schliff die diese Eigenachaft aufweisen.

Pließten

Pließten bedeutet „Feinschleifen". Die Oberfläche der Klinge wird hierbei mittels einer Schmirgelpaste auf rotierenden Leder- oder Filzscheiben von der groben „Schleifriefe" (also den Schleifspuren) befreit.

Die Klingenoberfläche erhält einen feineren, glatteren Riefen, der sich vorteilhaft auf die Schneidqualität und Schnitt-haltigkeit auswirkt. Des weiteren werden kleine Unebenheiten und Fehler vom Schleifen entfernt oder korrigiert außerdem wrd ein schlanker Schliffwinkel nochmals etwas schmaler gezogen.

Pließten und Blaupließten

Das „Pließten" wird in unterschiedlichen Stufen durchgeführt, dem „Feinpließten" und dem „Blaupließten". Diese Arbeitsgänge gehörten zu den aufwendigsten Techniken des Solinger Schleifhandwerks, von denen das „Blaupließten" die höchste Stufe darstellt.
Solche Klingen erkennt man an ihrem bläulich- bis regenbogenfarbenen Schimmer.